Hallo an alle Mitstecher !
War gestern auf der Party in Karlsruhe und bin nach kurzer Zeit wieder gegangen:mad:. Was ich da erlebt habe, übertrifft die schlimmsten Erwartungen. Und jetzt der Reihe nach:
Bin ca. 13:40 (beginn sollte ja "offiziell" um 14:00 sein) angekommen und habe locker 10 Minuten mit der Parkplatzsuche vertan, bis ich ca. 400 m weiter einen freien Parkplatz gefunden habe. Etlichen Gästen ging es ähnlich. Es kreisten noch viele Autos mit unterschiedlichen Kennzeichen um die Location. Die Location : Club Heaven Girls, Im Schlehert 26, 76187 Karlsruhe liegt in einem Gewerbegebiet, der "Club" in einem Gebäudekomplex bestehend aus mehreren Hallen und Industriegebäuden. Von außen nur durch ein Leuchtschild "Open" erkennbar. Billiger gehts nicht. nur Containerpuff. Bei meiner Ankunft (kurz vor 14:00 Uhr) standen noch mindestens 2 Gäste vor der Tür. Die Tür ging auf un ein chaotisch wirkender Mann (Junkie Typ, lange Haare, komische Bewegungen, ständig wegschauend) ohne ein "Hallo" zu sagen und geschweige denn sich vorzustellen hielt die Hand auf und verlangte grinsend 140,-Euro

.Zitat : "ich krieg jetzt 140,-" Es war der "Chef" der Veranstaltung und "Moderator" des events, wie sich später herausgestellt hat. Eigentlich hätte ich sofort umdrehen sollen, aber man denkt immer vielleicht wird es doch was....Ich war schon auf einigen AO und Save Partys, der unterschiedlichsten Veranstalter in ganz Deutschland. Normalerweise wird man gefragt ob man angemeldet ist (man schaut man auf der Anmeldungsliste nach), ob man die Location und den Ablauf kennt usw. Es ist auch üblich, daß man sich mit einem Namen/Nicknamen vorstellt (wichtig um die Testergebnisse zuzuordnen) und auch daß sich der Herr oder die Dame am Empfang sich vorstellt. Von so etwas war hier keine Rede. Der "Test" wurde direkt im Eingangsbereich, stehend:confused: im Eiltempo, gleichzeitig bei 2 Gästen durchgeführt. Alle standen in Winterjacken da, die nächsten Gäste kamen schon rein und drängten sich in dem schmalen Eingangsbereich. Es wurden auch keine Nummer vergeben sondern,
SOFORT NACH BLUTABNAHME, OHNE DIE ÜBLICHE ZEIT VON 10-15 Minuten auf das ERGEBNIS zu Warten und dann die Ergebnisse den Leuten zuzordnen, wurden DIE ARMBÄNDCHEN verteilt und die Leute weitergeschickt
. Also von einem verantwortungsvollen Umgang mit einer höchst seriösen Sache: die Risikominimierung einer potentiellen HIV Infektion der Teilnehmer, kann hier keine Rede sein. Allein dieser Vorgang grenzt schon an Vorsatz, da man bewußt ein hohes Risiko billigend in Kauf genommen hat. Aber es wird noch besser.
Anschließend nach dem
"Pseudo Test" wurde man aufgefordert die erste Tür links zu nehmen und plötzlich stand ich in einem hallenartigen Raum mit
Zeltdach und mindestens 40-50 Männer zusammengedrängt auf wenigen Sitzmöglichkeiten bzw. stehend im Raum. Gleich neben der Tür saß der "Garderoben-Manager" an einem Tisch und gab die Schlüssel für die Schliessfächer aus. Diese Schließfächer ca. 60 Stück bildeten gleichzeitig die Abtrennung zwischen dem "Umkleidebereich" (ca. 4 m x 1,5 m) und den Rest der Halle. Als ich nach Handtuch, Toilette und Duschmöglichkeit fragte wurde ich aufgefordert nach vorne (Richtung Ende der Halle) und dann nach rechts zu gehen, wo schon mindestens 10 Männer in einer Schlange vor der
EINZIGEN TOILETTE INKL. DER EINZIGEN DUSCHE warteten. Ich wollte meinen Augen nicht trauen und suchte fieberhaft nach weiteren Toiletten, Duschen bzw. die in der Werbung angegebenen weiteren 5 separaten Räumlichkeiten. Mußte aber schnell feststellen, daß nur diese
HALLE MIT ZELTDACH und nur EINE TOILETTE MIT DUSCHE für diese Party mit inzwischen mindestens 70-80 Gästen (es kamen laufend Gäste dazu), vorgesehen war. Der "Garderoben-Manager" gab mir noch den heißen Tip, schnellstmöglich mir einen Handtuch (waren noch 3 Stück da) zu schnappen oder das eigene Handtuch zu nehmen, sonst bliebe ich ohne...
Da ich nach der langen Anfahrt auf die Toiltette mußte, habe ich mich auch in die Schlange gestellt und gleichzeitig das
"Buffet" direkt neben der Warteschlange zur Toilette in Augenschein genommen. Auf einem Plastiktisch ein paar Baquettes, etwas Wurst, Käse, Softdrinks und Pappbecher, alles zusammen keine 10,- Euro Wert. Von der schönen Theke mit Barhockern (wie in der Werbung von
www.boesemaedchen.net gezeigt) keine Spur. Es standen noch 2 improvisierte "Spielwiesen" und ein Massagetisch. Ich dachte mir gleich wo soll denn die ganze Aktion mit den viel zu vielen Männern und den angeblich 7 Fickstuten+Gastfrauen/Gastpärchen überhaupt stattfinden

. Die Gäste blickten wie Lämmer die zum schlachten gebracht werden, teilnahmslos vor sich hin..manche bedienten sich am "Buffet". Da ich die ganze Situation als unerträglich empfand (es wurde auch spürbar heiß unter dem Zeltdach, obwohl die Aktion gar nicht begonnen hat) habe ich einige Mitstecher angesprochen ob sie schon mal da waren und es immer so sei, bzw, ob sie das ganze normal fänden. Die meisten antworteten entweder daß sie noch nie da waren, bzw. daß die Partys normalerweise (wie in der Werbung angegeben) in ganz anderen Räumen stattfinden andere sagten gar nichts. Ich konnte es nicht fassen, daß da soviele Männer zw.Anfang 20 und Anfang 60, aus den unterschiedlichsten Sozialschichten vom einfachen Hilfsarbeiter über Männer mit "Migrationhintergrund" bis zu Managertypen (einige kamen tatsächlich in Anzug) sich derart verarschen lassen und das noch für 140,- Euro ! Einige sahen zwar etwas genervt aus, aber richtige, lautstarke Empörung gab es nicht. Einer bemerkte sogar etwas ironisch, wie soll man da zum Stechen kommen, wenn man schon für das Pinkeln über 20 Minuten warten muß. Inzwischen ist auch ein fetter, ungepflegter Typ ca. Ende 50 mit seiner Alten (vom Typ her ausrangierte Nutte) aufgetaucht und machte sich um das "Buffet" wichtig. Die beiden sind angeblich die Betreiber der Location. Ich dachte jetzt wird endlich gehandelt und weitere Räume für die Party freigegeben. Aber Fehlanzeige. Ich fasste spontan den Entschluß diese Horrorveranstaltung möglichst schnell zu verlassen nur erstmal den Toilettengang hinter mir zu bringen. Nach ca. 20 Minuten Wartezeit konnte ich endlich auf die Toilette (Niveau Ostblock Bahnhofsklo in den 80-ern) und danach ging ich zu dem "Garderoben-Manager" um den Schließfachschlüssel zu holen, bzw. das Eintrittsgeld zurückzuverlangen. Der verwies mich gleich an den "Chef" um mit ihm die Sache zu klären. Was jetzt passierte war nicht mehr zu toppen. Ich sagte dem "Chef" in einem freundlichen Ton, daß ich die Aktion sofort abbrechen möchte und mein Geld (Abzüglich den Kosten für den Pseudo-Test) zurückhaben möchte. Der entgegnete grinsend und kopfschuttelnd, vor den anwesenden Gästen, daß ich gerne jederzeit gehen kann, aber Geld zurück gibts nicht ! Ich habe versucht eine Kompromislösung zu finden, daß er auch sein Gesicht bewahren kann, aber Fehlanzeige. Ich ging mit ihm in den Vorraum um nicht vor dem gesammelten Publikum die Diskussion weiterzuführen, aber er grinste nur weiter und wurde noch frech und provokant: ich soll die gute Stimmung nicht kaputtmachen und kann jederzeit gehen, aber Geld zurück kann ich vergessen. Da ich eine Eskalation unbedingt vermeiden wollte (er hat wahrscheinlich darauf gewartet daß ich lautstark oder sogar handgreiflich vor Zeugen werde und daß er mich dann "berechtigt" des Platzes verweisen kann) ging ich in den "Umkleideraum" und packte meine Sachen. Da stand schon ein anderer Gast, "abfahrbereit" .Er hat die Diskussion anscheiend mitbekommen, mir kurz die Hand gedrückt und viel Erfolg gewünscht mit dem Hinweis das er auch die Veranstaltung sofort verlasse. Ich sagte ihm nur er soll bitte draußen auf mich warten und zog mich an. Mein Schließfach wurde sofort weitergegeben und der "Garderoben-Manager" begann sogar leere Abfalltüten mit Nummern zu bekleben und so zu Schließfächer umzufunktionieren, da mittlerweile schon einige Neuankömmlinge da standen und keine Schließfächer mehr zur Verfügung standen. Inwzischen hat der "Chef" mit der "Moderation" des events (mit ca. 40 Minuten Verspätung) angefangen. Ich wollte auf jedem Fall vermeiden, während der Vorführung der "Fickstuten" noch in der Halle anwesend zu sein um ja nicht den Anschein zu erwecken, doch an der Party teilnehmen zu wollen. Im Vorraum habe ich dann die Diskussion mit dem "Pförtner" und "Pseudo Tester" weitergeführt. Der war zuerst auch nicht bereit auch nur ein Teil der Eintrittsgeldes zurückzugeben. Neue Gäste kamen weiterhin dazu und als die Tür wieder aufging sah ich den Gast der vorher die "Party" verlassen hat mit einem anderen Mann, der auch anscheinend die Schnauze voll hatte, draußen vor dem Eingang stehen. Er fragte mich gleich ob ich was zurückbekommen habe, da er und der andere Leidensgenosse 100,-Euro zurückbekommen hätten. Daraufhin machte ich noch mehr verbalen Druck auf den "Pförtner" bis ich schließlich auch 100,- Euro zurückbekommen habe. Draußen habe ich dann erfahren, daß er mit der Polizei gedroht hat, und das hat anscheinend doch gewirkt. Der andere, der die location kennt und schon öfters bei anderen Partys da war, hat nach einer Diskussion mit dem fetten Betreiber, die 100,-Euro zurückgekriegt. Beide, einer ein erfahrener GB-Teilnehmer, der andere ein GB-Neuling fanden die Veranstaltung als reine Abzocke, Verarschung und Verhöhung der Teilnehmer mit dem Ziel maximalen Profit bei minimalen Kosten zu erzielen. Das dabei mit der Gesundheit der Teilnehmer russisch Roulette gespielt wurde macht die Sache noch brisanter und wäre ein ein klarer Fall für die Staatsanwaltschaft.
Wir haben dann draußen noch länger diskutiert, in der Zeit kamen noch weitere Gäste, wobei auch einige wieder gingen. Man kann davon ausgehen, daß eine Gesamtzahlt von ca. 100 Teilnehmer locker erreicht wurde. Also ein Umsatz von ca. 14.000,- Euro für eine 4 Stunden Veranstaltung. Wenn man sämtliche Kosten, inklusive das "Honorar" der Fickstuten, abzieht bleibt da noch immer ein hoher vierstelliger Profit übrig. Nur um die finanzielle Dimension diese Spucks zu veranschaulichen. Übrigens der fette "Club" Betreiber und seine Alte haben nach kurzer Zeit die Location verlassen. Offensichtlich haben sie die Kohle eingesteckt und es war ihnen zu heiß geworden, falls die Situation doch eskalieren sollte.
Fazit: Daß es in dieser Branche viele schwarze Schafe gibt, ist nicht neu. Negativ-Berichte über Abzockerinnen oder Veranstaltungen der Bulman-Fraktion kann man fast täglich lesen. Aber daß ein derart intensiv beworbenes Großereignis in so eine Horror-Show ausartet, daß ein Veranstalter (übrigens habe jetzt bemerkt, daß der Verantwortliche der Homepage den Sitz In Panama City hat) in dieser Weise mit zig Kunden umgeht und das auch noch anstandslos und ohne Konsequenzen hingenommen wird, ist kaum zu glauben ! Auffälig auch , daß es keine oder kaum Berichte zu den Partys des Veranstalters in diesem Forum gibt.
P.S: : bin gespannt ob irgendein Forumsmitglied, (sehr unwahrscheinlich, daß unter den zahlreichen Teilnehmer, kein aktives Forum-Mitglied dabei war) sich zu dieser Party äußert und eventuell auch berichtet wie es ausgegangen ist.
Gruß ralf !