Ich will dir nicht zu nahe treten, aber die AfD hat ihre Wählerschaft fast ausschließlich in den unteren Bildungsschichten. Das ist empirisch belegt. Zur geringen Bildung kommt meist noch wenig Empathie und ein kleines Einkommen dazu, ich pauschalisiere bewußt etwas.
@Wolfgang - Dies ist ja in anderen Beiträgen der Kollegen hier bereits hinlänglich widerlegt. Muss ich also nicht mehr viel zu sagen.
Es ist doch die schiere Hilflosigkeit vor allem der Linksparteien, aber auch partiell bei FDP und CDU, den AfD Anhängern das Mäntelchen bildungsarm, rechtspopulistisch, Nazi umzuhängen. Weil man keine echten Gegenargumente hat, ausser eben seiner eigenen Ideologie. Ein bisschen mehr dazu auch unten, wenn's um Gründe geht, warum man AfD wählen könnte/sollte.
Mal ehrlich, was soll die AFD denn bewegen. Die verlieren sich in ihren Grabenkämpfen und versuchen jede Menge Posten zu bekommen. die Storch ist für ihre Faulheit im EU Parlament doch schon berüchtigt. Die Petry hat sich das alles auch anders vorgestellt und sieht nur noch zu wie sie und ihr Ehemann klar kommen.
Unter Lucke war die AFD noch eine Alternative. Da waren immerhin Experten dabei. Jetzt sind viele Nazis und reine Populisten am Ruder. Mich würde echt interessieren wie unser Staat unter einer AFD Regierung aussehen würde. Wahrscheinlich ein Mix aus Orban , Kaczynski, Trump und Le Pen und natürlich Erdogan.
Meinungs und Pressefreiheit Ade. Persönliche Bereicherung im Aufwind.
Wer das haben will, soll ruhig AFD wählen.
Mich würde auch mal interessieren was ein AFD Wähler an der Partei gut findet. Ausser dem ausgelutschten " Ausländer raus " geseiere.
Ich gebe Dir bei den Grabenkämpfen Recht. Erste Zäsur und Ergebnis der Grabenkämpfe waren die Abspaltung des Lucke-Flügels, der inzwischen zur Bedeutungslosigkeit verkommen ist. Das ist eigentlich schade, weil hier Wirtschaftskompetenz gebündelt war. Das Hickhack ging und geht trotzdem weiter. Das gehört zu einer jungen Partei letztendlich auch irgendwie dazu. Es dient auch der Richtungsfindung und wird sich mit den Jahren sicher normalisieren. Jetzt hat man erst mal wieder ein Spitzenduo, wovon zumindest Alice Weidel was Fähigkeiten und Kompetenz angeht ohne Kritik sein sollte. Ich verhehle meine Sympathie für Frauke Petry nicht, aber lasst die Weidel mal machen. Gauland ist eine Fehlbesetzung, die sich aber altersmäßig von alleine erledigen wird.
Auch die Grünen wurden nebenbei nicht über Nacht etablierte Partei. Es dauerte sogar wesentlich länger, bis sie in Parlamente einzogen. Und der Kampf zwischen Fundamentalisten und Realos schwelt da heute noch.
Ob und wann die AfD "regierungsfähig" sein wird, ist für mich Stand heute noch ziemlich offen. Auch das wird die Zeit weisen. Vor allem müssen ja auch andere Parteien erst einmal ihren engstirnigen Widerstand gegen mögliche Koalitionen aufgeben.
Was sind nun Gründe pro AfD?
Zuallererst sicher nicht - das sind nämlich ausschließlich Medienschlagzeilen - "Ausländer raus"-Parolen. Die gibt es bei der AfD gar nicht. Viele Sympathisanten und Mitglieder sind sogar Bürger mit Migrationshintergrund. Denn genau diese Leute haben noch einen wesentlich tieferen Sinn für traditionelle Werte, Familienzusammengehörigkeit und nationale Indentität. Dinge, die dem medial geformten "Mainstream-Deutschen" und den "etablierten" Parteien (außer der CSU) längst verlorengegangen sind.
Themen der AfD sind nationale Sicherheit, Erhalt gesellschaftlicher Werte wie z.B. das traditionelle Familienbild, Mittelstandsförderung, kritische Auseinandersetzung mit überbordender EU Bürokratie, Erhalt und Sicherung nationaler Identität, Schutz vor Überfremdung, massvoller Umgang mit kritischen Weltthemen, wie z.B. der Klimathematik.
Die Partei ist weit mehr, als immer nur die Reduktion auf vermeintlichen Ausländerhass oder die Flüchtlingsthematik. Von den anderen Parteien und den gesteuerten Medien ist ja aber eine breitere Darstellung der AfD gar nicht gewünscht. Weil nämlich die von mir oben genannten Themen bei der AfD noch im Sinne des normaldenkenden Bürgers betrachtet werden und sich nicht Genderwahn, vermeintlicher Political Correctness und bedingungsloser Globalisierung unterwerfen.