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Unwetterkatastrophe in Deutschland -- Ursache Klimawandel?

Gestartet von horstl1 · 18.07.2021 · 302 Beiträge · 52.687 Aufrufe

Beiträge
Fakt ist leider, dass man eine derartige Katastrophe mitten in Deutschland bislang nicht für möglich hielt.

Aber kann man sie nun einfach auf den Klimawandel zurückführen, oder sind nicht eher lokale Gegebenheiten ursächlich?

Ich tendiere zu letzterem.
Sorry horstl

da muss ich dir klar widersprechen.

Von lokalen Ursachen auszugehen
ist völlig daneben
Ich bin noch skeptisch.

Solche Umweltsachen kommen i.d.R. immer mal vor.

Wenn es die nächsten Jahre wieder passiert, dann könnte man einen kausalen Zusammenhang herstellen.
Fakt ist leider, dass man eine derartige Katastrophe mitten in Deutschland bislang nicht für möglich hielt.

...

Fakt ist, dass es in manchen Teilen unseres Landes etwas mehr geregnet hat als üblich. Früher nannten wir sowas Landregen und haben uns keine weiteren Gedanken gemacht. Es ist nichts ungewöhnliches passiert.
Von

DTS Nachrichtenagentur

-

17. Juli 2021

Nach Ansicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist nicht bewiesen, dass der Klimawandel die verheerende Flutkatastrophe im Westen Deutschlands ausgelöst hat. Diplom-Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst sagte der „Bild“ (Samstagausgabe): „Ein solches regionales Unwetter ist ein Einzelereignis, das ist Wetter. Die Behauptung, der Klimawandel ist schuld, ist so nicht haltbar.“

Allerdings gebe es in der Tat eine Häufung schwerer Unwetter seit zwei Jahrzehnten. „Unsere Klimatologen nehmen einen Anstieg solcher Unwetterereignisse in den vergangenen 20 Jahren wahr.“ Für wissenschaftliche Aussagen über das Klima reiche diese Datengrundlage jedoch nicht aus.

Friedrich widersprach damit den Aussagen führender Politiker von Union, SPD und Grünen, die den Klimawandel schnell als Flut-Ursache benannt hatten. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte angemahnt, den Kampf gegen den Klimawandel entschieden auzufnehmen, um „Extremwetterlagen wie diese“ in Grenzen zu halten. Die Verbindung des extremen Starkregens mit dem Klimawandel widerspricht laut „Bild“ auch der Position des Umweltbundesamtes. Bereits in einer Veröffentlichung von 2019 („Monitoringbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel“) hatte die Bundesbehörde betont, dass es für Deutschland keinen Trend zu mehr Hochwasser im Sommer und auch keinen Anstieg der Niederschlagsmengen im Sommer gebe.






Siehe hier
https://presse-augsburg.de/wetterdienst-sieht-klimawandel-nicht-als-flut-ursache/739172/

Archiv
https://archive.ph/ONsfZ
Zuletzt bearbeitet von roeper am 18.07.2021, 10:35
Wenn ich die Diskussion richtig mitverfolgt habe, gehen die Experten, wie z.B. Mojib Latif, davon aus, dass das im Zuge der Erderwärmung die Anzahl der extremen Wetterereignisse zunehmen wird. Je mehr extreme Wetterereignisse wir in Deutschland haben, desto besser wird die diese Annahme unterstützt. Aber stark vereinfachend eine direkte Kausalität herzustellen, ist aus meiner Sicht zum jetzigen Zeitpunkt etwas schwierig.
Wg. diesem Scheiss, musste ich ne Reise verschieben, kam deshalb in NRW auch nicht zum ficken :-(
Scheiss auf vollgelaufene Keller :-)
Jeder der auch nur nah an einem nur kleinen Bach wohnt muss ab spätestens jetzt damit rechnen!
KEINE PRIVATEN ELEMENTARSCHÄDEN SOZIALISIEREN!!!
@kai bzw LL: Suche Frau mit MEGA MEGA langen Schamlappen ;-)
Nach Ansicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist nicht bewiesen, dass der Klimawandel die verheerende Flutkatastrophe im Westen Deutschlands ausgelöst hat. Diplom-Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst sagte der „Bild“ (Samstagausgabe): „Ein solches regionales Unwetter ist ein Einzelereignis, das ist Wetter. Die Behauptung, der Klimawandel ist schuld, ist so nicht haltbar.“

Ebent! Ob es einen Klimawandel gibt, ist eine Frage, warum es dazu kommt, noch eine andere, und welchen Anteil der Mensch daran hat, noch eine andere und selbst wenn es der Mensch verbockt haben sollte, beudeutet das nun aber wiederum auch noch lange nicht, dass er daran etwas ändern kann. Und Deutschland im Alleingang schon einmal gar nicht.
Allerdings gebe es in der Tat eine Häufung schwerer Unwetter seit zwei Jahrzehnten. „Unsere Klimatologen nehmen einen Anstieg solcher Unwetterereignisse in den vergangenen 20 Jahren wahr.“ Für wissenschaftliche Aussagen über das Klima reiche diese Datengrundlage jedoch nicht aus.

Eben! Aufgrund von Daten aus einigen Jahrzehnten Aussagen über Klimaentwicklungen anstellen zu wollen, ist schlicht und ergreifend unseriös. Neu ist das aber auch nicht, nur dürfte sich kaum noch jemand daran erinnern, dass in den 1970ern vor einer "neuen Eiszeit" gewarnt und die finstersten Horrorszenarien gemalt wurden.
Friedrich widersprach damit den Aussagen führender Politiker von Union, SPD und Grünen, die den Klimawandel schnell als Flut-Ursache benannt hatten. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte angemahnt, den Kampf gegen den Klimawandel entschieden aufzunehmen, um „Extremwetterlagen wie diese“ in Grenzen zu halten.

Spricht für sich und muss daher nicht weiter kommentiert werden. :rolleyes:
Die Verbindung des extremen Starkregens mit dem Klimawandel widerspricht laut „Bild“ auch der Position des Umweltbundesamtes.

Interessant.
Bereits in einer Veröffentlichung von 2019 („Monitoringbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel“) hatte die Bundesbehörde betont, dass es für Deutschland keinen Trend zu mehr Hochwasser im Sommer und auch keinen Anstieg der Niederschlagsmengen im Sommer gebe.

Andere Experten hatten einer jetzt betroffenen Gemeinde ja auch vorgerechnet, dass es keinerlei Notwendigkeit gebe, den bestehenden Damm auszubauen. Nun ist er eben gebrochen.
Wenn ich die Diskussion richtig mitverfolgt habe, gehen die Experten, wie z.B. Mojib Latif, davon aus, dass das im Zuge der Erderwärmung die Anzahl der extremen Wetterereignisse zunehmen wird. Je mehr extreme Wetterereignisse wir in Deutschland haben, desto besser wird die diese Annahme unterstützt.

Muss er ja auch. Ist ja gewissermaßen sein "Geschäftsmodell". Da hätte ja sonst auch der Papst gegen den Ablasshandel wettern können. Hat er aber nicht und dafür hatte er seine Gründe.

Der Doc ist aber mal sehr gespannt, ob und wie den Betroffenen geholfen werden wird. Ob da wieder ein Landesfürst verkünden wird, er sei nicht der Kurfürst und könne daher nichts da Füllhorn ausschütten (O-Ton) oder ob "Geld keine Rolle spielen soll", wie es in anderen Zusammenhängen ja mal gerne der Fall ist. Man wird sehen ...
Zuletzt bearbeitet von doctordick am 18.07.2021, 12:12
Sämtliche Aussagen der Kunstfigur "Doctordick" spiegeln nicht notwendigerweise Ansichten und Meinungen des Verfassers wider und sind als Gesamtkunstwerk zu betrachten. Handlungen und Personen in den "Berichten" der Kunstfigur "Doctordick" sind frei erfunden; jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen wäre rein zufällig und in keiner Weise beabsichtigt; Personen, die meinen, in diesen sogenannten "Berichten" vorzukommen, sind nicht gemeint.
http://www.6relax.de/club/name/naturkatastrophe_-_%dcberflutung_von_bad_neuenahr/from_uri/L25ld3Mvci9iNWhkbzZmOA/from_a/club_32149

Den A...l... zum Beispiel gönne ich, dass denen die Bude vollläuft.
Die sollen auch keine Hilfe bekommen.
Kleine Gerechtigkeit für all die DL´s, welche die in den letzten Jahren verarscht und abgezockt haben, weil sie sich aufgrund von Sprachbarrieren nicht wehren konnten oder einfach nicht wussten.
Wg. diesem Scheiss, musste ich ne Reise verschieben, kam deshalb in NRW auch nicht zum ficken :-(
Scheiss auf vollgelaufene Keller :-)
Jeder der auch nur nah an einem nur kleinen Bach wohnt muss ab spätestens jetzt damit rechnen!
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Der an einen Bach oder in einem Überflutungsbereich lebt bekommt von keiner Versicherung eine Elementarversicherung. Das wäre ja ein Verlustgeschäft für diese!!.
Man wird von schönsten Teller nicht satt wenn er leer ist
http://www.6relax.de/club/name/naturkatastrophe_-_%dcberflutung_von_bad_neuenahr/from_uri/L25ld3Mvci9iNWhkbzZmOA/from_a/club_32149

Den A...l... zum Beispiel gönne ich, dass denen die Bude vollläuft.
Die sollen auch keine Hilfe bekommen.
Kleine Gerechtigkeit für all die DL´s, welche die in den letzten Jahren verarscht und abgezockt haben, weil sie sich aufgrund von Sprachbarrieren nicht wehren konnten oder einfach nicht wussten.
Was kann den 6relax dafür?? Das ist einfach nur ein Anzeigenportal
Eine hypothetische Betrachtung, in der wir alle hier wieder den Pseudo-Wissenschaftler raushängen lassen können.

Meine Meinung: Am Ende ist es eine Mischung aus allem. Klimawandel, lokale Gegebenheiten, menschliches Unvermögen.

Überschwemmungen, Hochwasserkatastrophen u.ä. hat es schon immer im Leben der Menschen gegeben. Seit man Aufzeichnungen macht, sind sie quasi aktenkundig. Insbesondere Städte entlang von Donau, Rhein und Elbe können ein Lied davon singen. Wenn man in Passau, Regensburg oder anderen alten Städten durch die alte Kernstadt geht, findet man überall Markierungen an Häusern, die die Hochwasserstände bis aus dem Mittelalter anzeigen. Was in irgendwelchen abgelegenen Bergtälern passierte, bekam doch die Bevölkerung 50 km weiter schon gar nicht mehr mit. Da soff ein Dorf ab und die Überlebenden haben die Ruinen wieder aufgebaut und weitergelebt. Fertig. Das schilderte mir mal sehr plastisch Ende der 1980er Jahre so ein wirklich wettergegerbter alter Alm-Öhi, nachdem 1987 im Puschlav damals eine medial erstmals groß beachtete Unwetterkatastrophe ganze Ortsteile weggespült hatte. Der meinte so trocken: "Jaja, der Berg kommt alle fünfzig Jahre runter. Aber früher gab's halt kein Radio oder Fernsehen, was darüber berichtete."

Natur ist beständig im Wandel. Die Erde hat schon viele Eiszeiten, Dürreperioden und Normalverhältnisse in unserem Sinne erlebt. Für mich ist der Klimawandel deshalb auch etwas Natürliches und nicht Menschengemacht. Ob wir ihn durch die Industrialisierung beschleunigen oder nicht, sei dahingestellt. Wenn, dann nur um einen Zeitraum, der auf der Zeitachse der Weltgeschichte weniger als ein Fliegenschiß ist. Wir erleben es nur gerade hautnah mit. Über die Wirksamkeit von Maßnahmen in Deutschland, das einen Minimalanteil am berühmten weltweiten CO2-Ausstoß hat, möchte ich da gar nicht meine Meinung sagen in Anbetracht der Tatsache, was in anderen Ländern und Kontinenten weiter laufen wird.

Dinge wie Flußbegradigungen, die vor über 200 Jahren begannen, oder eben auch Zersiedelung mit Bodenversiegelung sind für Wasserkatastrophen schon länger Ursache als irgendwelche CO2-Werte und globale Temperaturanstiege. Und wenn Menschen im Hochwassergebiet oder direkt an Flußläufen bauen, weil der Grund da halt billiger ist als 5 km weiter entfernt, dann dürfen sie sich auch nicht wundern, wenn irgendwann einmal die Natur über sie hereinbricht.

Das menschliche Unvermögen zeigt sich darin, Warnungen nicht ernst zu nehmen und somit auch nicht rasch vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Der Deutsche Wetterdienst warnte frühzeitig mehrere Tage bereits vor der Unwetterkatastrophe und deren möglichen Folgen. Trotzdem wurden Alle dann vom Starkregen und den Überflutungen überrascht. Vorgesorgt worden etwa durch Absperrungen, Evakuierungen usw. war nicht. Da ist man in klassischen Flut- und Hochwassergebieten wie etwa an der Nordsee oder auch inzwischen in Elbgemeinden weiter. In der Eifel war man der Meinung, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.

Mein Fazit: Ob jetzt beschleunigt oder nicht, ob heftiger und stärker oder nicht - solche Unwetterkatastrophen gab es schon immer. Über Ursachen habe ich oben geschrieben. Für die Wahrnehmung sind auch Globalisierung und Digitalisierung verantwortlich. Vor 70 Jahren wäre die Überschwemmung einen Zeitungsbeitrag wert gewesen und Menschen in Berlin oder München hätte es überhaupt nicht weiter interessiert, vor 40 Jahren hätte die Tagesschau einen Kurzbeitrag gebracht, heute werden wir mit Sondersendungen rund um die Uhr mitten ins Geschehen mitgenommen. Und auf Twitter und Facebook war sicher schon vor Eintreffen der ersten Rettungskräfte ein Video von der überlaufenden Erft zu sehen. Schöne neue Welt...


Edit: Hier noch ein Link mit Aussagen einiger Wissenschaftler. Auch interessant zu lesen.

https://www.deutschlandfunk.de/klimawandel-oder-nur-wetter-was-die-wissenschaft-dazu-sagt.1939.de.html?drn:news_id=1281103&utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
Zuletzt bearbeitet von Bagheera am 18.07.2021, 13:42
Bagheera
the black panther on tour
<edit 2024> The grey panther - now more of an observer... :cool:
Warum gibt es denn in der Bibel
die Geschichte mit der Sintflut und der Arche Noah?
Warum gibt es denn in der Bibel
die Geschichte mit der Sintflut und der Arche Noah?

Ja, sehr gut.

Oder als positives Beispiel das Nilhochwasser, das - bis zum Bau des Assuan-Staudamms - jährlich sehnsüchtig von den Bauern erwartet wurde und fruchtspendenden Schlamm für die Felder der Uferregion lieferte.

Warte mal ab, wie bei uns die aktuelle Lage politisch instrumentalisiert werden wird, um unsinnige grüne sog. Klimapolitik zu Lasten der Bürger zu machen. Und der Dumm-Michel fällt wieder drauf rein. :mad:
Bagheera
the black panther on tour
<edit 2024> The grey panther - now more of an observer... :cool:
Warum gibt es denn in der Bibel
die Geschichte mit der Sintflut und der Arche Noah?

Dazu muss man aber ganz klar sagen, dass die Sintflut nicht in der Eifel stattgefunden hatte. Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
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