.....ein Bernd Höcke ist halt kein Nationalromantiker, sondern schlicht und ergreifend ein Nazi....
Das ist eine Behauptung, die ebenso weitreichend wie nichtssagend ist.
Seine jüngst die vollkommene Erzürnung auslösende Bemerkung lautete:
„Wir Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“
vgl. hierzu auch Artikel in der Welt:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article161286915/Was-Hoecke-mit-der-Denkmal-der-Schande-Rede-bezweckt.htmltreichende
Nach wie vor unterstelle ich, daß die Semantik seines Satzes dahingehend gemeint war, daß es sich bei dem Bauwerk im Herzen Berlins um ein Denkmal zur Erinnerung an eine Schande handelt und nicht wie im Artikel alternativ, hypothetisch unterstellt um ein 'schändliches Denkmal'.
Der Holocaust war ein ungeheuerliches Verbrechen, aber auch eine abgrundtiefe Schande für ein so gebildetes, reiches Volk wie es die Deutschen nun einmal sind.
Höcke wollte m.E. darauf hinweisen, daß es sich gleichwohl um eine historisch und weltweit vermutlich einmalige Maßnahme handelt, sich mit einem solchen Bauwerk einer Tat selbstzubezichtigen und im Mittelpunkt der eigenen Hauptstadt auf ewig daran zu erinnern.
Sollte dies seine Meinung sein, läßt sich an dieser obigen Feststellung kaum etwas anderes klarer ablesen, als den Umstand, daß dies zutreffend ist, nämlich daß es so etwas außer in Deutschland nirgendwo sonst gibt.
Es gibt keine andere Hauptstadt auf dieser Welt, in der mit einem Denkmal auf ein schändliches Vergehen des eigenen Volkes überhaupt hingewiesen sein würde. Falls du eines kennst, nenne es bitte, ich kenne bis dato keines.
Daraus die Schlußfolgerung zu ziehen, er sei ein Nazi, ist stark verkürzt und offenbart nur einen Mangel an aufrichtiger Diskussionsbereitschaft.
Nur in dem Falle, daß Höcke mit seiner Äußerung doch meinte, es handele sich um ein 'schändliches Denkmal', könnte man direkt deiner Meinung folgen, Höcke sei ein Mensch mit ultra-rechtsradikalen Ansichten.
Soviel Zeit darüber nachzudenken, sollte sich jeder seriöse Demokrat nehmen.
....Abgesehen davon, Deutschland ist ein Land mit schrumpfender Bevölkerung, wen willst du denn in den Ostgebieten ansiedeln oder willst du es brach liegen lassen?
In der Zeit ohne Geburtenregulierung und extremen Wirtschaftswachstums (also in D ab 1860 bis in die 1910er Jahre) erfasste die Regierenden die blanke Panik, wie man all die neuen Menschen auf dieser 'kleinen' Fläche überhaupt ernähren sollte.
Die Jungs konnten damals auch rechnen und tatsächlich gäbe es ohne 2 x WK und ohne Pille heute etwa geschätzte 400 Millionen Deutsche. Selbst mit dramatisch effizienterer Landwirtschaft würde es in unserem Land bedeutend enger zugehen. Vor diesem Hintergrund und dem damaligen Zeitgeist ist es nur allzu verständlich, daß 'Lebensraum im Osten' als völlig plausibel, oder wie wir es heutzutage gesagt bekommen würden, als alternativlos angesehen wurde.
Gott sei Dank, brauchen wir all den shit heute nicht mehr, aber ideologisch verbrämen sollten sich davon weder Linke noch Rechte lassen, sondern nur ganz einfach nüchtern auf die Fakten sehen.